{"id":515,"date":"2026-07-30T20:48:39","date_gmt":"2026-07-30T20:48:39","guid":{"rendered":"https:\/\/fian-the-bard.com\/?p=515"},"modified":"2026-10-14T20:53:20","modified_gmt":"2026-10-14T20:53:20","slug":"the-hunting-wolf-and-fian","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fian-the-bard.com\/de\/the-mistwood-lore\/the-hunting-wolf-and-fian\/","title":{"rendered":"Die wei\u00dfe W\u00f6lfin und Fian"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-225 alignleft\" src=\"https:\/\/fian-the-bard.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/white-wolf.png\" alt=\"\" width=\"626\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/fian-the-bard.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/white-wolf.png 834w, https:\/\/fian-the-bard.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/white-wolf-300x150.png 300w, https:\/\/fian-the-bard.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/white-wolf-768x384.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 626px) 100vw, 626px\" \/>Sie lie\u00df ihn zur\u00fcck mit seiner blutenden Wunde am Bein, und drehte sich nicht mehr um.<\/p>\n<p><em>Wie kann man nur so stur sein? Er h\u00e4tte lediglich 3 Akkorde gelangweilt vor sich hin klimpern m\u00fcssen, um anzuerkennen, dass ich er mir geh\u00f6rt. Irgendwas, aber nein, er kommt mit dieser stoischen Ruhe einer Beute einher, und erkennt seine Rolle an, akzeptiert, dass eine J\u00e4gerin ihn als roten Tribut, und\u00a0 \u2026 ARGH!,<\/em> dachte sie sich und schlich eigentlich ein wenig geknickt durch den Wald.\u00a0 <em>Ich meine, wie deutlich muss ich eigentlich noch sein ?<\/em><\/p>\n<p><em>Naja, zumindest ist der eine Teil des Rituals abgeschlossen und ich habe offen mein Eigentum erkl\u00e4rt<\/em>.<\/p>\n<p>Zugegeben, das l\u00f6ste jetzt ihr Problem noch nicht, \u2026 aber sie hat offen Anspruch erhoben. Damit hatte sie jetzt Zeit, sich was zu \u00fcberlegen, also zumindest so viel, wie er nicht auf die Idee kommt, irgend etwas dummes zu machen und sich seiner nicht existierenden Henkerin zu stellen, um den roten Tribut zu fordern. Die Wahrscheinlichkeit d\u00fcrfte gering sein, dass er so etwas macht, aber es k\u00f6nnte passieren. Sie seufzte.<\/p>\n<p>Dabei w\u00e4re alles so sch\u00f6n einfach gewesen, sie h\u00e4tte vergangene Nacht nur aus der Taverne gehen und sich denken m\u00fcssen, schade um den kleinen Barden, aber Gesetz ist nun mal Gesetz. Dann h\u00e4tte sie ihn seiner Bestimmung zugef\u00fchrt und alles w\u00e4re absolut in Ordnung.<\/p>\n<p>Aber so?<\/p>\n<p>Als sie aus der H\u00f6rweite war, trat sie einen kleinen Stein genervt durch den Wald. \u201eWie konntest Du so bl\u00f6d sein?\u201c sprach sie zu sich selbst und ging in Gedanken noch einmal alles durch.<\/p>\n<p>Was genau ist da eigentlich passiert?<\/p>\n<p>Wie die Gesetze der Natur es von ihr verlangt hatten, ist Sie zur Zeit des roten Tributs losgezogen. Die rituelle Andacht vor der Mondin, um die Gnade f\u00fcr Ihre Beute angerufen, die Verbeugung vor dem Gesetz von Klaue und Fang, und dann, als die Mondin sich \u00fcber die Wipfel der B\u00e4ume erhob ist sie losgezogen, um ihre Aufgabe zu erf\u00fcllen \u2013 Soweit war ihre Welt noch v\u00f6llig in Ordnung. Und dann in tiefster Stunde legte sie Ihre Nase in den Wind und nahm Witterung auf. Und hatte die F\u00e4hrte f\u00fcr den Tribut der Nacht. Sie senkte in Demut vor ihrer Aufgabe ihr Haupt und die Jagd begann. \u2026<\/p>\n<p>Sie hatte diese ganze Situation genau vor sich:<\/p>\n<p><em>\u201aJa, dann sa\u00df er da, vor einem Feuer. Unsere Augen kreuzte sich und ich sah, er wusste es!<\/em> <em>Er erkannte mich und diesen erhabenen Moment.\u2018<\/em> Dieser kleine Barde halb Fuchs halb Wolf \u2013 nichts halbes und nichts ganzes \u2013 sa\u00df dort mit Ruhe einer Beute, die sich absolut ehrenhaft verhielt, und zeigte, wie sehr er die Riten und Br\u00e4uche des Waldes respektiert. Er war damit sicherlich \u2019so\u2018 nicht mit einverstanden, aber er schloss vor seinem kleinen Feuer die Augen, und erwartete seinen letzten Tanz. Und das mit einer Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, da bekommt man als J\u00e4gerin echt G\u00e4nsehaut. Kein Verhandeln, kein Feilschen, einfach Akzeptanz.<\/p>\n<p>Und dann fing er an ein Lied auf seiner alten Laute zu spielen \u2013 seine T\u00f6ne schnitten durch die Dunkelheit und\u2026 \u2013 Sie hielt sich Ihre Pfote an ihr Kinn und \u2026 dann war es ihr als ob die Mondin, die Sterne und die Ewigen auf sie herabschauten und warteten. Sie setzte sich an einen Baumstamm und st\u00fctzte ihren Kopf auf die Pfoten und sah in die Baumwipfel. Was f\u00fcr ein Druck \u2026 die Ewigen schauen ihr zu bei Ihrem Schiedsspruch. Ohne etwas zu sagen, ohne zu kommentieren, ohne ein Zeichen, gar nichts.<\/p>\n<p>Sie \u00fcberlegte noch eine Weile und hatte sich entschieden. Sie hatte das Recht, diesen da als Tribut zu fordern und er spielte eigentlich sein letztes Lied und es gab nur die Gewissheit ihrer beider Bestimmung. Also hat sie ihn gew\u00e4hren lassen, sein Spiel, und beschloss dann zu ihm zu gehen. Und dann geschah etwas \u2013 etwas unbegreifliches:<\/p>\n<p>Sie stand also am Rand des Feuerscheins und fixierte ihre Beute.<\/p>\n<p>Sie schaute mit Akzeptanz und W\u00fcrde vor dem Gesetz von Klaue und Fang zur\u00fcck, und die Melodie schwang zwischen uns, als das Feuer auf einmal wei\u00dflich aufflackerte und das Licht der Mondin \u00fcber die Flammen legte. Der ganze Kreis war von einem silbrigen Schein, getragen von den Kl\u00e4ngen dieser Laute erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Ein majest\u00e4tischer Anblick, den der kleine Barde f\u00fcr sein letztes Geleit bekam. Sie trat mit einem Fu\u00df in den Kreis. Und Friede h\u00fcllte sie ein. Nur Sie und die Melodie und ein leuchtendes Feuer. Dar\u00fcber das weiche Licht der Mondin. und ein Frieden den sie niemals f\u00fcr m\u00f6glich gehalten hatte, dass er ihr, der J\u00e4gerin im Schatten der Nacht zuteil werden d\u00fcrfte. Und ganz unscheinbar im Schatten leichtenden Kreises ein kleiner Barde, der mit gesenktem Haupt spielte und darauf wartete, wieder zu Erde zu werden. Und in der Melodie, die zwischen uns hing war eine Ehrlichkeit, die tief ins Herz Schnitt.<\/p>\n<p>Sie nahm den Fu\u00df aus dem Kreis und der Schleier lichtete sich \u2013 Nein, es f\u00fchlte sich falsch an, hier an diesem Ort Beute zu machen, in dieser Stunde. Er geh\u00f6rt ihr, das Gesetz verlangt es, aber sie entscheidet wann und wo. Also schlich Sie an diesen Halbling heran, stellte ihre Ohren auf und nahm seinen Geruch tief in sich auf um ihn niemals zu vergessen. Und er verweigerte es ihr nicht. Und dann sie gegangen, ohne sich umzudrehen?<\/p>\n<p>Sie schaute hilflos zur Sonne hoch: \u201eWieso bin ich eigentlich <em>gegangen<\/em>? Dass die J\u00e4gerin w\u00e4rend der Erf\u00fcllung ihrer Pflicht vor Klaue und Fang einfach geht, das ergibt och \u00fcberhaupt keinen Sinn! Selbst wenn man sich den Geruch seiner Beute einpr\u00e4gt, wenn sie weg ist, ist sie weg! Man, wie konnte ich so bl\u00f6d sein? Wargh! Und was dir dann eingefallen, du Nuss? Als dir das auf f\u00e4llt, drehst du nicht um, sondern gehst in die Taverne, um etwas Pine Met zu trinken \u2026 Noch w\u00fcrdeloser geht es nicht mehr als Ausklang f\u00fcr die Nacht!<\/p>\n<p>Und dann taucht zu allem \u00dcberfluss auch dieser kleine Barde noch w\u00e4hrend du da in der Ecke sitzt auf, und als er anf\u00e4ngt zu spielen, Oh man. \u2026\u201c Ihr tat das wirklich leid, genau diesen da ausgesucht zu haben, der jetzt die Begegnung besingen w\u00fcrde. Zumindest stellte sie Ihre Ohren auf, um die Schmach vollst\u00e4ndig zu erdulden, um daraus zu lernen.<\/p>\n<p>Und dann \u00fcberraschte er sie.<\/p>\n<p>Kein Wort der \u00dcberheblichkeit, kein Spotlied auf eine unf\u00e4hige J\u00e4gerin, sondern nur dieser absolut ehrliche Respekt vor Klaue und Fang und dass die Ahnen ihn verschonten, um von diesem erhabenen Moment zu berichten\u2026 Und die endlose, unverdiente Gnade, die ihm zuteil wurde.<\/p>\n<p>Aufrichtig und ehrlich, und er wusste nicht, warum die Mondin das gemacht hat. Und als er dann auch noch ihre Sch\u00f6nheit, Ihre Augen und ihre Erhabenheit, mit der sie vor ihm stand, besungen hatte, da war es um ihr Herz geschehen:<\/p>\n<p>Sie mochte ihn einfach. So sehr, dass am liebsten aufstehen und um Verzeihung bitten wollte. Um ihn dann einfach kurz darauf in seine Einzelteile zu zerrei\u00dfen. Sie erinnerte sich genau daran, wie schlecht es ihr bei dem Gedanken daran ging.\u00a0Sie f\u00fchlte sich in dem Moment einfach \u2026 verantwortlich f\u00fcr sein Leben.<\/p>\n<p>Sie lie\u00df ihren Kopf auf den Baumstumpf nieder und schaute frustriert drein. \u201eUnd ich Nuss renne auch noch los, um noch einmal zu dem Feuerkreis zu gehen, um festzustellen, dass es nichts als glimmende Kohlen auf einer Waldlichtung waren. Sehe die Mondin und die Sterne und danke ihr dass ich das erleben durfte, diesen unglaublichen Frieden. Und dass dieser kleine Barde etwas besonderes sei, ja, man sein Leben bewahren sollte vor dem Gesetz. Wie konnte mir so ein endloser Unsinn entweichen, vor den Ewigen?\u201c<\/p>\n<p>Nach einer Weile stand sie auf und ging frustriert weiter.<\/p>\n<p>Naja, es sei wie es jetzt ist, Er kennt den Brauch mit der Klaue und hat zumindest verstanden, dass er ihr geh\u00f6rt, und den Test mit der Klaue hat er bestanden.\u00a0 Der Ritus sieht demnach nur noch vor, dass er sich unterwirft und sie ihm dann die Gnade offiziell erweisen kann, und Akte zu: Steht er halt fortan unter ihrem Schutz. Nun gut, der Ritus der Klaue zieht sich jetzt etwas, aber er wei\u00df, sie sehen sich wieder, und sie will ihn haben.<\/p>\n<p>Er h\u00e4tte nur zuh\u00f6ren m\u00fcssen: \u201eWas war an <em>\u201aF\u00fcr heute, kleiner Barde, spiele mir ein Lied. Denn ich bin neugierig, was er zu spielen hat, wenn er sich meiner bewusst ist.<\/em>\u201a ??? Dann h\u00e4tte er sich meinem Wunsch unterworfen und geklimptert, ich h\u00e4tte ihn an mein Feuer eingeladen und alles halbwegs erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Und was macht der kleine Barde?\u201c , sie imitiert seine Stimme und seinen Tonfall,<\/p>\n<p>\u201eWenn ich aufspiele, aus \u00dcberzeugung, aus dem Herzen, und nicht, weil ich um mein Leben mit s\u00fc\u00dfen Worten verhandeln oder betteln will. Und wenn nicht, dann nicht, Punkt. Wenigstens ein wenig Bardenschl\u00e4ue h\u00e4tte ich erwartet, aber ne, knallhart, aufrichtig und ehrlich, die erste ehrbarste Beute aus ganz Nebelwald, der ich jemals begegnet bin. MAN!\u2026<\/p>\n<p>Naja, heute Abend wird er wohl auf meine Bitte in der Taverne aufspielen, da kann ich noch mal mit ihm reden. Vielleicht f\u00e4llt mir bis dahin was ein.\u201c<\/p>\n<p>Aber immerhin: Sie hat vor der Welt Anspruch auf ihn erhoben und steht jetzt in der Schuld ihrer eigenen Beute.<\/p>\n<p><em>Wie konnte es nur ihr,\u00a0 der gro\u00dfen J\u00e4gerin im Schatten vor dem Antlitz der Mondin nur so eine peinliche Gurke bauen?<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie lie\u00df ihn zur\u00fcck mit seiner blutenden Wunde am Bein, und drehte sich nicht mehr um. Wie kann man nur so stur sein? Er h\u00e4tte lediglich 3 Akkorde gelangweilt vor sich hin klimpern m\u00fcssen, um anzuerkennen, dass ich er mir geh\u00f6rt. 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